Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Tango & Gesundheit’ Category


Ich habe mich sehr gefreut, als ich in der Tangodanza 3/11 gelesen habe, dass es im Herbst ein Lehrbuch über die tänzerischen Grundlagen des Tango geben wird.

Wie Ihr den vorangegangenen Artikeln zu „Tango & Gesundheit“ entnehmen könnt, bin ich der Meinung, dass man aus dem Spitzensport umfangreiche sportmedizinische Erkenntnisse hat, was gut und was schlecht für den Körper und dessen Leistungsfähigkeit ist. Beim Tango dagegen tun viele (Lehrer) so, als ob alle Bewegungen dem ästetischen Empfinden untergeordnet wären.

Davon halte ich nichts, denn langfristig geht die Gesundheit vor, um die Freude am Tango zu erhalten.

Ich bin schon sehr auf das Buch gespannt.

Hier die Koordinaten:

  • Dr. Michael Groß
  • Herzwerk Verlag Göttingen (i.G.)
  • knapp 300 S.
  • vorr. 28.50 €
  • vorr. ab Herbst 2011

Read Full Post »


Eine Maßnahme gegen das Hohlkreuz ist die Kräftigung der Bauchmuskulatur.

Die Bauchmuskultarur besteht aus „geraden“ und „schrägen“ Bauchmuskeln. Die geraden Bauchmuskeln laufen vom Rippenbogen bis zum Schambein und bilden die vordere Bauchwand. Diese Muskeln wirken aktiv dem Hohlkreuz entgegen – sie gilt es zu stärken.

Die schrägen Bauchmuskeln dagegen gehen von den Flanken zum gegenüberliegenden Beckenkamm. Diese Muskelgruppe wird insbesondere von den Frauen beim Ocho bereits ausgiebig trainiert.

Kräftigungsübung für die gerade Bauchmuskulatur sind in erster Linie „Sit-ups“ oder eigentlich noch besser und schonender die sogenannten „Bauchpressen“. Sie reduzieren das Hohlkreuz und führen dadurch unter anderem zu besseren Ganchos oder Boleos.

Dazu legt euch auf dem Rücken auf die Gymnastikmatte und stellt die Beine so an, dass sie im Knie einen Winkel von 90 Grad bilden. Die Arme sind neben dem Körper, die Zehenspitzen werden zur Nase gezogen. Hebt den Oberkörper soweit an, dass Lendenwirbelsäule die ganze Zeit am Boden bleibt. Ihr müßt dabei keine Angst haben, dass ihr demnächst wie Arnold Schwarzenegger ausseht, da die Rumpfmuskeln im Vergleich z.B. zum Bizeps nur wenig wachsen.

Recht hilfreich finde ich folgendes Video.  Beachtet bitte auch, dass die Muskeln Zeit zur Regeneration brauchen. Das heißt nicht zu oft trainieren! Einen Vorschlag für einen Trainingsplan mache ich dann am Ende der Artikel-Serie.

Read Full Post »


Bei vielen Tangotänzerinnen und auch Tangotänzern kann ich ein Hohlkreuz beobachten. Das kommt vor allem daher, dass im Büroalltag die Bauchmuskulatur nicht ausreichend tainiert ist und damit dem Oberschenkel und dem Hüftbeuger nicht genug Kraft entgegensetzen kann.

Durch vieles Sitzen kann die Oberschenkelmuskulatur verkürzen. Einer der vier Muskelköpfe des vorderen Oberschenkelstreckers entspringt am vorderen Becken. Wird er gestreckt, zieht er das Becken nach vorne und damit die Wirbelsäule in ein Hohlkreuz.

Auch der Hüftbeuger kann verkürzen. Dieser entspringt hinten im Bauch, vorne an der Lendenwirbelsäule und führt bei verkürztem Hüft-Lenden-Muskel ebenfalls zu Hohlkreuz, wenn der Hüftbeuger (nach hinten) gestreckt wird.

Beides passiert

  • beim „normalen“ langen Rückwärtsschritt (insbesondere der Frau) – da Rückwärtsgehen zudem ungewohnt ist. Insbesondere, wenn das Gehen wirklich vom unteren Zentrum aus startet und das obere Zentrum beim Mann bleibt,
  • beim Boleo nach hinten, wenn der Oberschenkel wirklich nach hinten geschwungen wird,
  • analog beim Gancho nach hinten, …

Ein Hohlkreuz kann auf die Dauer zu Rückenproblemen führen.

Abhilfe dagegen können sein:

  • Kräftigung der Bauchmuskulatur
  • Kräftigung der Pomuskulatur
  • Dehnung des Hüftbeugers
  • Kräftigung der hinteren Oberschenkelmuskulatur
  • Dehnung der vorderen Oberschenkelmuskulatur

Zu konkreten Übungen morgen mehr …

Read Full Post »


Der Mensch ist über Jahrtausende, vor allem zur Nahrungssuche, durch die Welt gelaufen. Daher bringt der „moderne“ Büroalltag im Sitzen einige Probleme mit sich. Wissenschaftlich werden diese „muskuläre Dysbalancen“ genannt.

Im Allgemeinen sitzen an einem Gelenk immer zwei Muskeln. Ein Beuger und ein Strecker. Durch das viele Sitzen stellt sich ein neues Gleichgewicht ein. Muskeln werden schwach, wenn sie zu stark gestreckt werden oder verkürzen, wenn sie zu wenig gestrecht werden.

Büroarbeit führt daher oft zu
– rundem Rücken durch schwache Zwischenschulterblattmuskulatur,
– schwachem Rumpf,
– Hüftdysbalance durch Verkürzung des Hüftlendenmuskels und Verkümmerung des Gesäßes inkl. Hohlkreuzhaltung,
– Kniedysbalance mit verkürzten Kniestreckern und verkümmerter Oberschenkelrückseite und
– Wadendysbalance mit verkürzten Waden und schwacher Schienbeinmuskulatur.

Welche Wirkungen diese Ausgangssituation im Tango hat, schreibe ich in den folgenden Tagen an dieser Stelle.

Read Full Post »

%d Bloggern gefällt das: